Notruf : 112
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Rettungskarte - warum?

Bild: Rettungskarten.euIm Notfall zählt für die Personenrettung jede Sekunde. Gerade bei schweren Autounfällen haben die Rettungskräfte wenig Zeit, um verletzte Personen aus dem Fahrzeug zu befreien.
Hier zählt jede Sekunde, um Gesundheit und Leben zu retten.

Deshalb brauchen die Rettungskräfte (Feuerwehren) umfassende Informationen über das verunglückte Auto. Sie müssen wissen, wo sich Batterien, Airbags, Tanks oder elektrische Teile (z. B. bei Hybridfahrzeugen) befinden. Außerdem müssen sie wissen, wo das Fahrzeug gefahrlos und schnell aufgeschnitten werden kann - und zwar dort, wo sich keine Karosserieversteifungen oder Starkstromleitungen befinden.
Diese Informationen liegen bisher nicht direkt an der Einsatzstelle vor.

Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde auf Initiative des VDA von führenden Autoherstellern die sogenannte Rettungskarte entwickelt. Hierbei handelt es ich um ein kostenlos abrufbares farbiges DIN - A 4 Blatt, welches alle relevanten Daten für jeden Fahrzeugtyp aufzeigt. Feuerwehren und andere Hilfskräfte haben somit genaue Hinweise und wissen, wie sie an der Unfallstelle vorgehen müssen, um Verletzte gefahrlos zu bergen. Nach einer Testreihe hat sich herausgestellt, dass mit einer vorhandenen Rettungskarte die durchschnittliche Rettungszeit auf ein Drittel verkürzt werden kann. Deshalb empfehlen auch führende Automobilclubs, die Rettungskarte unbedingt im Fahrzeug mitzuführen.

 

Die richtige Positionierung

Jetzt kommt es darauf an, dass die Rettungskräfte schnell Zugriff auf das Datenblatt haben. Hierfür wurde eine spezielle Rettungskartentasche „Safetybag“ entwickelt. Mittels einer Adhäsivoberfläche haftet die Tasche einheitlich platziert an zwei favorisierten Positionen von innen an der Scheibe und leuchtet sogar bei Nacht durch Lichteinwirkung.

Bisher wurde eine Positionierung der Rettungskarte in der Sonnenblende empfohlen. Gegen diese Platzierung sprechen allerdings zahlreiche Fakten:

  • Die Sonnenblende sollte ihrem ursprünglichen Zweck des Schutzes vor Lichteinwirkung nicht entfremdet werden.
  • Nur 50 % der Fahrzeuge haben eine Lasche in der Sonnenblende zur Aufnahme der Rettungskarte. Sie kann deshalb nur in max. 50 % aller Fälle an diesem Ort aufgefunden werden.
  • Wenn die Rettungskarte herausgenommen wird (z. B. bei Benutzung des Spiegels) ist nicht sichergestellt, dass sie dort wieder deponiert wird.
  • Bei zerborstener Frontscheibe nach einem Crash kann durch Regen oder Schnee die Rettungskarte aufweichen und unlesbar werden.
  • Bei intakter Frontscheibe müssen die Helfer über der verunfallten Person die Scheibe zerschlagen bzw. zersägen. Dabei können Glaspartikel auf den Verletzten herabfallen und weitere Verletzungen verursachen.
  • Die Sonnenblende kann zerstört werden und damit auch die Rettungskarte (kein Zugriff mehr möglich, s. Bild)
  • Bei offener Cabriofahrt kann die Rettungskarte flattern, verloren gehen oder störende Geräusche auslösen.
  • 4 DIN-A4-Blätter (z. B. bei Hybridfahrzeugen) stören an der Sonnenblende extrem, wenn diese zum Schutz vor Lichteinwirkung nach unten geklappt ist.
  • Bei Anbringung in der Sonnenblende muss ein zusätzlicher Hinweisaufkleber irgendwo im Fahrzeug angebracht werden, damit überhaupt sichtbar wird, dass eine Rettungskarte mitgeführt wird. Bei Positionierung an der Frontscheibe wird die Sicht unnötig beeinträchtigt.

Auch nach Ansicht der Rettungsdienste stellt die Sonnenblende also nur einen suboptimalen Aufbewahrungsort für die Rettungskarte dar.

 

Digitale Lösung?

Es gibt Situationen im Leben, da helfen weder Apps, Handys, Laptops oder zeitraubende Aktionen. Eine flächendeckende Nutzung des Funknetzes ist erwiesenermaßen nicht garantiert.

Es hat sich gezeigt, dass die Mitführung der Rettungskarte in der Safetybag die einfachste, billigste, effektivste und zeitsparende Lösung ist, um Verletzte schnell zu bergen. Trotzdem gibt es noch vielseitige Interessen u. a. von politisch Verantwortlichen und auch noch von der Automobilindustrie über Funkverbindungen die Rettungskarten bereits nach Beginn der Rettungsmaßnahmen herunterzuladen. Dies ist nach Ansicht der Rettungsdienste u. a. auch des Deutschen Feuerwehrverbandes technisch und praktisch nicht durchführbar.

 

Abfrage über Zentralregister?

Der sofortige Zugriff auf die Rettungskarte im Fahrzeug ist die schnellste und praktikabelste Lösung. Bestrebungen, die Daten über ein zentrales Register, etwa beim Kraftfahrt-Bundesamt abzufragen, sollten objektiv und kritisch betrachtet werden.

Die Feuerwehren sind an der Unfallstelle damit überfordert, besonders dann, wenn:

  • die Fahrzeuge nicht identifiziert werden können (Nummernschilder sind nicht mehr am Fahrzeug)
  • bei mehreren verunfallten Fahrzeugen nur an einem Fahrzeug gearbeitet werden kann. Bei direktem Zugriff auf die Rettungskarte ist Hilfe an allen Fahrzeugen gleichzeitig möglich
  • durch Funklöcher die Abfrage erschwert oder gar unmöglich ist
  • die flächendeckende Einführung, wie abzusehen, zu lange dauert.

Die Feuerwehrleute können nicht dafür verantwortlich gemacht werden, dass sie die richtige Rettungskarte zum Fahrzeug finden. Bei Abweichungen oder Zuordnung einer falschen Rettungskarte, die die Handlungen negativ beeinflusst, entsteht ein erhebliches Haftungsrisiko.

Zusätzlich werden die Feuerwehren durch Anschaffung und Pflege von entsprechendem Equipment finanziell belastet.

Alle Beteiligten sollten einheitlich die standardisierte Platzierung der Rettungskarte im Fahrzeug fordern. Ebenso sollte es ein Gesetz geben, wonach die Rettungskarte im Fahrzeug vorhanden sein muss. Die Fahrzeughersteller würden einen großen Beitrag leisten, wenn sie die Rettungskarte evtl. in Verbindung mit der Safetybag bereits bei der Auslieferung dem Kunden zur Verfügung stellen.

Quelle: Rettungskarten

Im Notfall 112

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AhrweilerAhrweiler ist ein Stadtteil von Bad Neuenahr-Ahrweiler im Landkreis Ahrweiler, Rheinland-Pfalz. Der Stadtteil hat heute ca. 7546 Einwohner.

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